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Preisträgerkonzert vom 27. April 2008, Stiftung Brasilea

Um es vorweg zu nehmen, das Matinéekonzert der jungen Preisträgerinnen und Preisträger, das zum ersten Mal in der Stiftung Brasilea in Rheinhafen in Basel stattfand, war ein voller Erfolg.

Gregor Hänssler (*1996), Violine und Jonathan Reuveni (*1997), Violoncello machten mit Mozarts Tema con Variazioni, KV 424 einen stimmungsvollen Auftakt zum Konzert. Die junge Geigern Zsofia Bartha (*1998) überzeugte nachher mit der Fantasie Nr. 1 für Violine solo von G. Ph. Telemann. Erstaunlich die Reife, die die kleine Geigerin auch im nachfolgenden Stück Brindisi op. 49 für Violine und Klavier von Delphin Alard zeigte. Mit der Polonaise g-moll von F. Chopin leitete Anna Kostyák (*1997) zum mittleren Teil des Konzertes über. Anna löste durch ihr subtiles Spiel am Klavier bei der Zuhörerschaft grosse Bewunderung aus. Die talentierte Cellistin Anna Abbühl (*1995) brachte anschliessend die Variationen über ein Thema aus Mozarts „Don Giovanni“ von Franz Danzi zu Gehör. Mit ihrer mal zarter dann wieder heftiger Bogenführung entlockte sie ihrem Instrument eine tolle Klangvielfalt.

Das Duo Baresa mit Renato Wiedemann (*1993), Violine und Salome Christiani (*1994), Gitarre beendeten den mittleren Teil des Konzertes mit einem modernen und schwierig zu spielenden Stück von Reginald Smith Brindle. Die beiden überzeugten mit drei kurzen Sätzen aus Five Sketches (Gitano, Vele und I Signori Stravinsky, Berg e Webern a Spasso). Der langanhaltende Applaus zeigte, dass das Konzertpublikum grosses Gefallen an dem zuweilen schwierig zu verstehenden Passagen dieser Musik hatte. Einen weiteren Konzerthöhepunkt bildete das virtuose Spiel des jungen Pianisten Mathis Bereuter, der in Deutschland schon verschiedentlich mit ersten Preisen ausgezeichnet wurde. Mit erstaunlicher Präzision und Technik aber auch mit Feinfühligkeit interpretierte er den ersten Satz der Sonate Nr. 2. von W. A. Mozart.

Den Abschluss des Konzertes bildete das Linosquartett mit Sviad Gamsachurdia und Yaron Angst, Violinen, Anne Sophie Bereuter, Viola und Jonathan Angst, Violoncello. Die vier brachten L. van Beethoven’s Streichquartett in f-moll op. 95 zu Gehör. Alle vier beherrschen ihr Instrumente hervorragend und in ihrem Zusammenspiel zeigen sie eine erstaunliche Reife.

Lar das Crianças Montalegre dankt allen Musikerinnen und Musikern für ihr Engagement und gratuliert zu den hervorragenden Leistungen. Bravissimo! Ein grosses Dankeschön gilt aber auch Emilie Haudenschild und Emeric Kostyák, die die künstlerische Leitung dieses Matineekonzertes übernommen hatten und die die Streicher auf dieses Konzert vorbereitetet hatten. Ein weiterer Dank gilt der Stiftung Brasilea, die uns ihr Museum für dieses Konzerte gratis zur Verfügung stellten.

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